{"id":63,"date":"2015-07-11T16:27:06","date_gmt":"2015-07-11T14:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/?page_id=63"},"modified":"2021-02-18T21:32:30","modified_gmt":"2021-02-18T19:32:30","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/geschichte\/","title":{"rendered":"Gemeinde"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unsere Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Chemnitz-Zwickau &#8230;<\/strong><\/p>\n<h1><a href=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Taufe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-51 size-medium\" style=\"float: left; margin-right: 30px;\" src=\"http:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Taufe.jpg\" alt=\"Taufe\" width=\"200\" height=\"202\" \/><\/a><\/h1>\n<p>&#8230;ist \u00fcberwiegend aus Zuz\u00fcgen von Reformierten in den Raum S\u00fcdwestsachsen hervorgegangen. Sie geh\u00f6rt wie\u00a0144 andere reformierte Gemeinden in Deutschland der Evangelisch-reformierten Landeskirche an. Diese hat ihren Sitz in Leer, Ostfriesland, und ist eine Gliedkirche in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).<\/p>\n<p>Der Bereich unserer Gemeinde erstreckt sich \u00fcber den Regierungsbezirk Chemnitz hinaus. Sie z\u00e4hlt die Gemeinden in Leipzig, Dresden und Bayreuth zu ihren Nachbarn.<\/p>\n<p>Seit 1995 trifft sich die Gemeinde zu ihren Gottesdiensten und Kreisen im Gemeindehaus im Chemnitzer Stadtteil Helbersdorf. Daneben werden regelm\u00e4\u00dfig Gemeindenachmittage in Zwickau angeboten.<\/p>\n<p>Die Gemeinde arbeitet aktiv im \u00d6kumenischen Arbeitskreises der Stadt Chemnitz mit und unterh\u00e4lt einen engen Austausch mit ihrer reformierten Partnergemeinde in \u0141\u00f3d\u017a in Polen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Blick in die Gemeindegeschichte seit 1929<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1927 bittet ein nach Chemnitz versetzter<a href=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Jubilaeum.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-440 alignright\" src=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Jubilaeum.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Jubilaeum.png 200w, https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Jubilaeum-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a> reformierter Postbeamter seine ehemalige Heimatgemeinde Aschersleben um die Taufe seines Kindes. Er wird nach Leipzig verwiesen, da die dortige reformierte Kirche nach dem \u201eRegulativ \u00fcber die kirchlichen Verh\u00e4ltnisse der evangelisch-reformierten Glau\u00adbensgenossen in den k\u00f6niglich-s\u00e4chsischen Landen&#8220; von 1818 f\u00fcr das gesamte Gebiet Westsachsen zust\u00e4ndig ist. In der Folgezeit kommt es zu regen Kontakten zwischen dem Leipziger Konsistorium und einer kleinen Gruppe von Chemnitzer Reformierten, deren Vertreter Dr. med. Karl Fabian als Gr\u00fcndervater der Gemeinde anzusehen ist. Im Wartezimmer seiner Praxis wird am 29.10.1929 im Beisein des Leipziger Pfarrers Rudolf M\u00fchlhausen und weiteren Mitgliedern des Konsistoriums der Leipziger Gemeinde eine \u201eFreie Vereinigung Evangelisch-Refor\u00admierter Glaubensangeh\u00f6riger in Chemnitz und Umgebung&#8220; gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste reformierte Gottesdienst findet am 1. Advent 1929 in der Aula der Industrieschule in Chem\u00adnitz statt. Im Januar 1931 z\u00e4hlt die \u201eEvangelisch-reformierte Gemeinde Chemnitz, Zweiggemeinde von Leipzig&#8220; &#8211; wie sie sich jetzt nennt- bereits 471 Mitglieder.<br \/>\nGottesdienste werden bis zum Kriegsende monatlich gehalten, zun\u00e4chst in der Aula des Realgymna\u00adsiums, ab August 1938 in R\u00e4umen der Stadtmission. Neben den Gottesdiensten findet bereits ein reges Gemeindeleben statt; namentlich Pfr. M\u00fchlhausen hat die Gemeinde zu seiner Zeit nachhaltig gepr\u00e4gt.<br \/>\nNach 1945 sammelt sich die Gemeinde wieder monatlich zum Gottesdienst in der Aula des Realgym\u00adnasiums. Ab 1950 muss sie eine starke Abwanderung in die damaligen Westzonen verkraften, z\u00e4hlt aber immer noch ca. 450 Gemeindeglieder; die Gottesdienste werden von bis zu 200 Gemeindeglie\u00addern besucht. Seit 1948 finden die Gottesdienste in R\u00e4umen der lutherischen Kirche statt.<br \/>\nDas Presbyterium fasst 1954 den Beschluss, sich ernsthaft um einen eigenen Gottesdienstraum in der Stadt Chemnitz zu bem\u00fchen, man bleibt jedoch wegen fehlen\u00adder Geldmittel und auch wegen politischer Widerst\u00e4nde auf die R\u00e4ume der lutherischen Kirche an\u00adgewiesen, deren Bereitschaft zur gastfreien Aufnahme mit der Versch\u00e4rfung der kirchenfeindlichen Politik seitens des Staates steigt.<br \/>\n1978, nach einer sp\u00fcrbaren Entwicklung des Gemeindelebens, kann im Zusammenhang mit einer f\u00fcr die kleine Gemeinde erheblichen Spende f\u00fcr den Umbau der lutherischen Johanniskirche zu einem Gemeindezentrum die Dauernutzung f\u00fcr reformierte Gottesdienste und andere Veranstaltungen ver\u00adtraglich ausgehandelt werden. Bis 1995 finden die Gottesdienste und alle gr\u00f6\u00dferen Gemeindeveran\u00adstaltungen dort statt, das Gemeindeleben kann sich weiter entfalten.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 1989 gelingt es der Gemeinde im Vorfeld der Kommunalwahlen, den staatlichen Beh\u00f6r\u00adden das Nutzungsrecht f\u00fcr die Wohnung einer verstorbenen Presbyterin in der Frankenberger Stra\u00dfe abzuringen und in diesen R\u00e4umen ein erstes eigenes Gemeindezentrum mit Gruppenr\u00e4umen und B\u00fcro einzurichten. Trotz dieser Aktivit\u00e4ten sinken die Mitgliederzahlen bis 1989 stetig durch Todes\u00adf\u00e4lle, Austritte vor allem j\u00fcngerer Erwachsener und, besonders schmerzlich, durch die \u00dcbersiedlung ganzer Familien nach Westdeutschland, die nicht selten zu den aktivsten Gemeindegliedern geh\u00f6rt hatten. Bis zur Wende 1989 hat sich die Mitgliederzahl bei ungef\u00e4hr 140 Mitgliedern eingependelt, gr\u00f6\u00ad\u00dfere Ver\u00e4nderungen sind seitdem trotz der politischen Ver\u00e4nderungen nicht eingetreten.<br \/>\n1993 ergeben sich mit der Aufnahme der Leipziger Kirchengemeinde in die Evangelisch-reformierte Landeskirche (Synode der Ev.-ref. Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) auch f\u00fcr die Chem\u00adnitzer Zweiggemeinde neue Impulse. Gef\u00f6rdert von der Landeskirche, beginnt ein offenes Nachden\u00adken \u00fcber die weiteren Perspektiven f\u00fcr die Gemeinde, wobei die immer noch unbefriedigende Raumsituation im Mittelpunkt steht. Als erste Unterst\u00fctzung beauftragt die Landeskirche einen Hilfsprediger (Pastor collaborans) mit der Betreuung der Gemeinde, die damit ihren ersten eigenen Prediger hat. Nach dem Angebot der Stadt Chemnitz, das bebaute Grundst\u00fcck Marschnerstra\u00dfe 15 in Erbpacht \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen, wird in \u00dcbereinstimmung mit der Leipziger Kirchengemeinde und in Absprache mit der Landeskir\u00adche die rechtliche Verselbst\u00e4ndigung der ehemaligen Zweiggemeinde beschlossen und mit vereinten finanziellen und Muskel-Kr\u00e4ften der Umbau des Geb\u00e4udes zum Gemeindehaus vorangetrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/hauspic1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-177 size-full\" src=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/hauspic1.jpg\" alt=\"Einweihung 1996\" width=\"481\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/hauspic1.jpg 481w, https:\/\/reformiert.kirchechemnitz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/hauspic1-300x205.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><\/a><br \/>\nAm 30.10.1994 findet in Chemnitz &#8211; noch in der lutherischen Johanniskirche &#8211; der Gr\u00fcndungsgottes\u00addienst der nunmehr kirchenverfassungsrechtlich selbst\u00e4ndigen \u201eEvangelisch-reformierten Kirchengemeinde Chemnitz-Zwickau&#8220; statt. Vierzehn Monate sp\u00e4ter, am Heiligabend 1995, kann die Gemeinde ihr neues Domizil beziehen, seither finden alle Gottesdienste und Veranstaltungen, mit Ausnahme der Zwickauer Gottesdienste, in diesem Haus statt. Das Gemeindeleben festigt sich auf der Basis von ungef\u00e4hr 140 Gemeindegliedern sp\u00fcrbar, die Zahl der Veranstaltungen kann verdoppelt werden.<br \/>\nAm 10.01.1999 findet die erste Pfarrwahl in der Gemeinde statt, am 21.03.1999 folgt die Ordination von Pfarrer Thoralf Spiess; die Gemeinde hat damit ihren ersten eigenen ordinierten Pfarrer.<br \/>\nAm 08. Dezember 2000 erh\u00e4lt die Gemeinde vom Freistaat Sachsen, und somit auch von staatlicher Seite, den Status einer K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechtes zuerkannt.<br \/>\nUm 1940, die Gemeinde z\u00e4hlt ungef\u00e4hr 600 Mitglieder, kommt es auch in Plauen und in Zwickau zu ersten Zusammenk\u00fcnften von Reformierten, die in der Chemnitzer Gemeinde gemeldet waren und von den Leipziger Pfarrern mit betreut werden. Sinkende Mitgliederzahlen machen Mitte der siebziger Jahre eine Zusammenfassung in einer ebenfalls von Leipzig aus betreuten Filialgemeinde Zwickau-Plauen sinnvoll. 1988, als die Mitglieder\u00adzahlen in dieser Filialgemeinde wiederum stark sinken, beschlie\u00dft das Leipziger Konsistorium die Angliederung aller in diesem Gebiet ans\u00e4ssigen Reformierten an die Chemnitzer Kirchengemeinde.<br \/>\nIn Zwickau wird seitdem mehrmals im Jahr ein eigener reformierter Gottesdienst mit anschlie\u00dfendem Gemeindenachmittag angeboten, diese Zusammenk\u00fcnfte finden seit Jahren in der lutherischen Mo\u00adritzgemeinde Zwickau statt.<br \/>\nIn den 80er und Anfang der 90er Jahre bestanden \u00fcber die Leipziger Gemeinde lebendige partnerschaftliche Kontakte zur ev.-ref. Kirchengemeinde in B\u00fcckeburg, zu Schweizer Kirchengemeinden und zum bayerischen Synodalverband. Seit 1993 pflegt die Gemeinde eine intensive Partnerschaft mit der Ev.-ref. Kirche in L\u00f3dz, Polen. Beide Kirchengemeinden engagieren sich seit Jahren f\u00fcr den Um- und Ausbau eines Gemeindehauses in der Ev.-ref. Kirchengemeinde Pstrazna im Glatzer Bergland.<br \/>\nDie Kirchengemeinde ist Mitglied im XI. &#8211; bayerischen &#8211; Synodalverband unserer Landeskirche, deren Bezirkssynoden sie 1999 und 2013 ausrichten konnte, sowie im Konvent evangelisch-reformierter Kirchengemeinden im Freistaat Sachsen, dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung die Gemeinde inne hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Chemnitz-Zwickau &#8230; &#8230;ist \u00fcberwiegend aus Zuz\u00fcgen von Reformierten in den Raum S\u00fcdwestsachsen hervorgegangen. Sie geh\u00f6rt wie\u00a0144 andere reformierte Gemeinden in Deutschland der Evangelisch-reformierten Landeskirche an. Diese hat ihren Sitz in Leer, Ostfriesland, und ist eine Gliedkirche in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 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